von
BieneBrumm
» 13.03.2025, 18:52
Meine RV ist heute genau zwei Monate her. Ich hatte heute meinen ersten und letzten Nachsorgetermin bei meinem Professor - ich wurde als vollständig geheilt aus seiner Verantwortung entlassen. Das LARS konnte er bei mir ausschließen. Bei der rektalen Untersuchung ist er knapp an die Naht gekommen ( also es wirklich nicht viel Speicher übrig) und war auch mit dem Tastbefund zufrieden. Ebenso mit der Stomanarbe und der vernähten Hernie. Hierfür sieht er übrigens keine erneute Gefahr. Die noch bestehenden kleinen Probleme sind geringer als erwartet und werden mit der Zeit fast gänzlich verschwinden.
Was sind die kleinen Probleme? Es zwickt mal hier und mal dort - normal zwei Monate nach der OP und der Vorgeschichte. Rechts habe ich noch einen Divertikel - der stänkert manchmal, sollte aber in Zukunft nicht zu den gleichen Problemen führen. Wenn sich die doch recht kurze Ampulle füllt, merke ich es auch. Mit der Zeit wird es unangenehm (wie Hummeln im Popo und etwas Druck), also gehe ich lieber Zeitnah. Ich kann den Stuhl aber ohne Probleme halten und gehe somit ca 3 bis 4 mal am Tag auf das stille Örtchen.
Das für mich größte Problem ist eigentlich die Konsistenz des Stuhlganges. Viele würden sich über einen festen Stuhlgang freuen, doch ich habe wirklich zu tun, ihn halbwegs weich zu halten. Ich vertrage kein Magrocol und kein Movicol (kommt oben wieder raus) und Bifiterall verursacht durch meine Laktoseintoleranz massivste Bauchschmerzen. Auch mit Flohsamen habe ich keine guten Erfahrungen gemacht. Mein Weg ist jetzt jeden Tag ein Tag Pflaumensaft, jeden zweiten Tag ein Quark (Laktoseintoleranz kann auch nützlich sein) und Eisbergsalat. Wer noch andere Ideen hat, kann es mich gerne wissen lassen.
Nachdem ich mich im Juni letzten Jahres beinahe von der Welt verabschiedet hätte und mir die schlimmste Zukunft ausgemalt habe, bin ich jetzt doch mega zufrieden mit diesem doch sehr positiven Ausgang.
Und wer noch Fragen, kann mich gerne fragen.
LG Biene
von
Magnus
» 14.03.2025, 09:19
Hallo Biene,
du hast geschrieben, dass du mit Flohsamen keine Erfolge erzielt hast, hast du auch die Flohsamenschalen probiert?
Ich hatte durch einen Behandlungsfehler bei der letzten Ballondilatation eine Analfissur mit Wächtermariske davongetragen und mit meinem festen Stuhlgang auch Probleme nach der RV. Ein Proktologe hat mir dann empfohlen, morgens nach dem Frühstück einen Teelöffel Flohsamenschalen in 250ml lauwarmen Wasser zu mir zu nehmen und dann noch mal mit 250ml lauwarmen Wasser nachzuspülen. Innerhalb weniger Tage wurden die Probleme weniger und der Stuhlgang weicher.
Ich habe zwischenzeitlich versucht ohne die Flohsamenschalen auszukommen, nehme sie aber wieder. Nicht wegen Schmerzen wie bei der Fissur, aber weil es viel leichter geht. Da fehlt halt wirklich das Rektum, was beim Rausdrücken mitgeholfen hat.
Vielleicht helfen dir die Flohsamenschalen ja auch.
LG
Jo
PS: Ach so, mit der Menge kannst du auch ein bisschen experimentieren. Manche brauchen auch nur einen halben Teelöffel am Tag.
von
BieneBrumm
» 18.03.2025, 16:35
Hallo Magnus,
danke für deine Antwort.
Von Flohsamen bzw -schalen habe ich früher immer einen extremen Schub bekommen. Eine Ärztin sagte mir, ich solle daher die Finger davon lassen. Da ich immer noch ein paar Divertikel habe, getraue ich mich auch nicht mehr ran
von
Magnus
» 19.03.2025, 08:34
Hi Biene,
Von Flohsamen bzw -schalen habe ich früher immer einen extremen Schub bekommen. Eine Ärztin sagte mir, ich solle daher die Finger davon lassen. Da ich immer noch ein paar Divertikel habe, getraue ich mich auch nicht mehr ran
von
BieneBrumm
» 20.03.2025, 15:57
Hallo Jo,
Oh ja, einen Tag zu wenig getrunken und schon klimpert es in der Schüssel
Ich trinke jetzt noch jeden Abend eine Tasse Gute Verdauung von Teek.... (Werbung ist glaube ich nicht erlaubt) und der hilft auch.
Auch dir weiterhin alles Gute
LG Biene
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