von Aanderer » 27.03.2016, 09:42
Analekzem
Beitrag von Aanderer » 26.03.2016, 10:32
Hallo Zusammen
Habe ein ganz großes Problem mit meinen Analekzem , es will einfach nicht besser werden.
Jetzt hat mir meine Proktologin zu einen Stoma geraten , ob es wieder rückgängig gemacht werden kann steht noch nicht ganz fest.
Ich habe auch Morbus Crohn bin schon mehrfach operiert habe auch nur mehr den halben Dickarm und Dünndarm gekürzt.
Bin wegen des Stoma hin und her gerissen das ist etwas was ich eigentlich nicht haben will, wahrscheinlich will das keiner haben.
Habt ihr vielleicht noch Tipps wegen den Analekzem, was vielleicht doch noch zur Abheilung führen würde .
Danke
von Vera » 27.03.2016, 10:31
Ich kann dir leider nicht weiter helfen, aber ich würde eine zweite Meinung einholen.
Wünsche dir, dass es endlich heilt!
Lg
von TiBoe » 27.03.2016, 12:04
Hallo Aanderer,
ist es wirklich ein Analekzem oder könnte das eine Akne Inversa oder eine Haarfollikelentzündung
sein? Wie äußert sich Dein Analekzem, nässt es, hast Du Schmerzen dabei? Warst Du bei einem Dermatologen oder Dermatologin?
Ich kann Vera nur zustimmen, Zweitmeinung einholen, und das am besten in einem Krankenhaus, welches auf Stomaanlagen spezialisiert ist.
Ostergruß
Tine
von Frederica » 27.03.2016, 13:06
Hallo Aanderer,
mein Lebensgefährte bekam mit 14 Jahren Morbus Crohn. Bis zu seinem 30. Lebensjahr hatte er ständig Probleme, mehrere lange und vergebliche Operationen und nur noch ein Gewicht von 56 Kilo. Mit 31 Jahren entschloss er sich zu einem Ileostoma und hat es bis heute - er ist jetzt 52 Jahre alt - nicht bereut. Sein Gewicht hat sich schnell bei 72 Kilo eingependelt und nach ein paar Monaten Anlaufschwierigkeiten kam er bestens mit dem Stoma zurecht.
Aber Vera und Tine haben natürlich recht. Eine Arztmeinung allein reicht nicht.
von Aanderer » 27.03.2016, 20:01
Danke für eure schnellen Antworten
Also , klar habe ich schon eine zweite Meinung eingeholt, bin ja auch wegen meine Morbus Crohn in Behandlung . Die Proktologin bei der ich in Behandlung bin ist sehr kompetent.
Mein Analekzem ist sehr massiv habe tiefe fisuren es blutet auch sehr stark wenn ich mich reinige , es nässt auch stark muss immer eine Einlage tragen .
Lebensqualität ist das natürlich keine ich dachte ich hätte mit mein Morbus Crohn genug zu tun und einige Abstriche der Lebensqualität .
von Merlina » 28.03.2016, 10:02
Hallo Aanderer,
am besten hilft es sich nur 2-3 Minuten mit Wasser abzuduschen, ein Waschlappen oder dgl. und Seife, Feuchttücher u.ä. irritieren nur die Haut.
Das Abduschen brennt erst evtl, aber vergeht nach 1 Minute. Abtrocknen ohne reiben, nur tupfen.
Den Po mal in die Luft halten, damit nicht ständig Kleidung reizt und Feuchtigkeit entsteht. Nur Einlagen ohne Gummi nutzen. Alles was schwitzt fördert die Reizung.
Tannolactsalbe (Eichenrinde gerbt dieHaut) oder Elektrolytsalbe (stellt die natürliche Hautbalance wieder her) könnten helfen.
Kann es sein, dass Du ein Gallensäureverlustsyndrom hast? Wenn das terminale Ileum bei Dir entzündet oder entferrnt ist, liegt das nahe. Bedauerlicherweise kommen viele Ärzte nicht darauf.
Dann können die Gallensäuren nicht wieder aufgenommen werden und führen zusätzlich zum Crohn zu Durchfall, und ausserdem reizen sie die Haut und Schleimhaut.
Dagegen kann man Colestyramin/Quantalan nehmen. Die Dosierung muss man ausprobieren.
Vielleicht ein Versuch, bevor Du andere Entscheidungen triffst?
Ansonsten kann ein Stoma möglicherweise wirklich eine grosse Entlastung sein.
Gute Besserung!
Merlina
von Aanderer » 28.03.2016, 13:30
hallo merlina
ja quntalan nehme ich dreimal täglich , nehme auch opti fibre zum eindicken leider hilft alles so gut wie nichts .hab auch nur noch den halben dickdarm am ileum bin ich auch gekürzt beziehungsweise entfernt .
nehme jetzt entrobene 3 mal 2 stück das ich nicht so oft stuhlgang habe das ziel wäre nur noch jeden zweiten tag , leider ist mir nun meist übel werde auch das essen so weit es geht reduzieren
damit ich alles getan habe um die op zu vermeiden .
mal schauen was die nächsten tage bringen ............
noch einen schönen ostermontag andreas
von fluse » 29.03.2016, 20:19
Hallo aanderer, ich kann sehr gut verstehen, dass ein Stoma keine schöne Vorstellung für Dich ist. Ich war auch vor zwei Jahren schockiert, als es wirklich hiess: vorübergehend Stoma (Ileo-). Und ich habe auch etliche Wochen gebraucht, um nicht mehr mit Abneigung die Versorgung zu wechseln und zu akzeptieren, dass die Kacke am Bauch hängt. Habe aber dann anstatt Rückverlegung ein endständiges Stoma durchgesetzt, den restlichen schon wieder sehr entzündeten Dickdarm (40cm, Zustand nach tiefer Rektumamputation bei Fisteln, supraanaler Stenose und erneuter Anastomosenstenose zwischen Colon und restlichem Ileum) mit sphinkter entfernt bekommen und ein neues besser angelegtes Stoma erhalten. Und bin seitdem ziemlich glücklich. Klar wäre gesund sein viel s chöner, und manchmal hat so eine veränderte Anatomie auch ihre Zickereien - aber kein Vergleich mit allem Schmerz, Angst, Isolation, eben sehr eingeschränkter Lebensqualität. Wünsche Dir Ruhe und Mut für die richtige Entscheidung. Fluse
von Aanderer » 03.04.2016, 10:28
hallo
ja danke für deine Zeilen .
klar muss man auch mit Vernunft darüber entscheiden , hab schon soviel mit gemacht mit meinen Darm, aber ein Stoma stand nie zur Debatte . ganz klar sollte das bis ende Mai nicht abheilen wird es wohl oder übel das beste sein . man muss auch weiter denken man kann nicht auf alles verzichten sich total einschränken da ist das Stoma sicher das kleinere übel.
aber trotzdem hoffe ich doch sich alles zum guten wendet .
noch schöne Tage ...................
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