von angeli » 17.12.2012, 10:43
... und ich wage gar nicht zu hoffen, daß mir jemand eine Antwort geben kann.
Habe ja schon öfter mal geschrieben, daß ich direkt am Stomaausgang, innen, unter der Haut so ca. 10 cm Blockadeprobleme habe. Wenn nichts anderes hilft, muss ich versuchen, mit einem flexiblen Latex-Urinkatheter den Stuhl abzuleiten.
Und genau so ein Tag war gestern wieder. Da sich mein Ileo so alle 1-3 Stunden entleeren will, müsste ich das Prozeder auch jedes mal wieder durch führen. Der Einfachheit halber lasse ich den Katheter einfach im Stoma stecken und in den Beutel ausleeren. Im Prinzip ist das ganze dann auch wie eine Art Stoma-Schiene. Funktioniert eigentlich ganz gut, nur ist meine Frage - schadet das nicht der Darmhaut, wenn soooo lange ein Katetheter da drinnen ist bzw. kann ich mir trotz flexiblem Schlauch innere Verletzungen zu ziehen?
Ich versuche schon vorsichtig mit allen Bewegungen zu sein,aber das ist gar nicht so leicht, denn schmerzen tut das ganze kaum, außer der Bauchmuskel macht sich etwas bemerkbar.
von rammi » 17.12.2012, 11:19
Hallo Angeli,
dem Verfahren sollte nichts entgegen stehen wenn Du so um eine Korrektur OP herumkommst.
Bedenken hätte ich, wenn Du den Ballon(Füllung 5-15 ml vorgesehen) für längere Zeit überdimensional aufpumpst(falls Du ihn überhaupt nutzt) und den DK dann über mehrere Stunden(was mehrere Stunden genau heißt sollte ein Internist bestimmen) liegen lässt. Der DK selber sollte kein Problem darstellen.
Üblicherweise liegt so ein DK ja in der Harnröhre mit ständigem Reibungskontakt zur Harnröhre. Ist bei Dir nicht.
In der Blase liegt der Ballon permanent auf Zug(gleich Druck) an der Blasenschleimhaut. Ist bei Dir nicht.
Auch innere Schienen von Blase zur Niere werden häufig für Jahrzente ohne Unterbrechung (Vom Wechsel mal abgesehen) getragen. Da sollte es bei Dir allemal gehen.
Mich würde noch etwas interessieren:
Wenn Du erstmalig nach hoffentlich langer Pause die Blockade hast, kommt wahrscheinlich nach dem einführen des DK zunächst viel und sehr flüssig. Verwendest Du in dem Moment einen Irrigationsbeutel um möglichst wenig "Sauerei" zu haben oder gelingt es Dir direkt in die Toilette abzulassen? Oder kommt gar nicht direkt Verdauung und Du kannst den Ileobeutel nach dem legen des DK in Ruhe wieder befestigen?
Vielleicht bist Du so nett und schreibst ein paar Zeilen dazu? Danke!
HG
rammi
von angeli » 18.12.2012, 06:37
Hallo Rammi,
danke für Deine Antwort
Also der Ballon ist nicht aufgeblasen, Katheter liegt einfach so im Dünni.
Zu Deiner Frage: zu Beginn ist es teilweise recht schwierig den DK in den blockierten Darm zu bekommen, da ich es kaum merke, wenn es nicht weiter geht (Darm hat scheinbar keine Schmerznerven) Und durch den flexiblen Schlauch merke ich auch fast keinen Widerstand beim Schieben. Ist dieser aber mal überwunden, flutscht es nur so bis beinahe der gesamt DK im Darm ist.
Ich benutze dafür die transparenten Beutel, gehe mit dem DK durch die Auslassöffnung, denn dann sehe genau, wo ich gerade bin. Am DK angeschlossen ist ein einfacher Sekret/-Magensonderbeutel (oder was es dafür noch für Namen gibt) Die Öffnung an der DK-Spitze (die 2 gegenüberliegenden kleinen Löcher) vergrößere ich mir vorher etwas, denn das verhältnissmäßig enge Volumen (CH 24) des DK verstopft leicht duch feste, unverdaute Sachen. Ein Darmrohr, dessen Lumen ja um einiges größer ist, geht nicht, das ist viel zu starr. Wenn dieser erste Schwung mal vorbei ist, entferne ich den Sekretbeutel und DK liegt dann wie schon beschrieben, im Stomabeutel. Rutscht der DK mal raus, kann ich ihn mit einigem Geschiebe recht leicht wirde in den Darm einführen.
Ich hoffe, ich konnte meine Ausführung einigermaßen verständlich ausdrücken.
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