von elvis500 » 23.02.2007, 02:28
hi erstmal hab vor 6jahren ein durchbruch gehapt wegen morbuscrohn war echt eine harte zeit mit offenen bauch da zuligen.hab jetzt so überlegt es wieder zurück zu verlegen obwohl ich damit super zurecht komme,mir geht es auch viel besser damitjetzt sind 6 jahre vergangen und hab mich echt dran gewöhnt.es sind 2ops nötig um es zu verlegen ,erstens hab ich eine verengung die erst operrativ gemacht werden muss also ein teil vom dündarmen muss entvernt werden .2op der darmen wird zurückverlegt ist ja keine grosse sache aber die erste op soll eine grosse werden haben die ärzte erzält.aber ob es mir nach den ops gut geht oder schlechter 50 zu 50 soll ich es wargen was meint ihr?und hatt einer von euch sich operiren lassen ob wohl ihr schmerzmitel (valoron ) einniemt?die können mich nemlich auch nicht operiren weil ich das zeug nehme.
von Monsti » 23.02.2007, 10:00
Hallo Elvis,
HERZLICH WILLKOMMEN ! |
von Dia » 23.02.2007, 11:10
Hallo elvis500!
Zunächst auch erst einmal von mir ein Herzliches Willkommen in unserer netten Runde!
Du schreibst, dass du MC (Morbus Crohn) hast. Auch ich habe MC und ein Ileostoma (Dünndarmausgang). Wenn du einen Darmdurchbruch hattest.....hm......ist der gesamte Dickdarm entfernt worden.......oder ist da noch etwas vorhanden??? Ich frage deshalb, weil kein normaldenkender Chirurg einen MC-Erkrankten eine Rückverlegung empfiehlt, da der Crohn genau an den operierten Stellen wieder anfängt und diese Entzündungen sind noch hartnäckiger als zuvor!!
Ich würde dir empfehlen, mehrere Meinungen von erfahrenen Spezialisten einzuholen und dein Vorhaben gründlichst zu überdenken!!
Vielleicht melden sich hier noch andere Betroffene, die auch Crohn und ein Stoma haben und es schon mit einer Rückverlegung, sprich Anlage eines Pouches und dessen Anschluss an den Darm versucht hatten.
Solltest du dennoch dich dieser OP unterziehen wollen, so wünsche ich dir viel Erfolg und vor allem Glück!
Aufgrund dessen, dass bei dir auch schon Fisteln vorhanden sind, ist die Wahrscheinlichkeit sehr groß, dass du hinterher nicht viel besser dran bist, als mit dem Spuckerle. Mit unserer Erkrankung ist nicht gut Kirschen essen, der Herr Crohn läßt sich nicht überlisten !
LG Dia!
von Melli » 23.02.2007, 13:12
Willkommen, Elvis!
Hmmm, schwierige Sache. Wir können ja auch nur von außen raten, aber ich würde auch meinen raten, es zu belassen. Eine Rückverlegung ist nur sinnvoll, wenn sonst alles in Ordnung ist. Vor allem bei MC sollte da nichts an Entzündungen oder Nebenschauplätzen (Fisteln, Stenosen) vorhanden sein, damit es klappt.
Ich habe meine Stoma OP mit einer schweren Opium-Abhängigkeit gemacht und es war furchtbar - weiß aber nicht, ob das immer so ist. Schmerzmittel wirkten nur in sehr hohen Dosen, ich war bei der Narkose erstmal viel zu sehr wach (wurde aber natürlich bemerkt, aber die Anaesthesistin war sehr erstaunt), nach der OP wirkte nichts richtig, dann musste ich entziehen.
Wie gesagt, das war bei mir so und wird von Fall zu Fall verschieden sein
von hoppi1980 » 23.02.2007, 13:55
Auch von mir ein herzliches Willkommen!
Ich habe ebenfalls Mous-Crohn und ein Colostoma.
Das Stoma hat man mir in einer Not-OP wegen Darmdurchbruch gelegt. Zuerst wurde mein Bauch wieder verschlossen. Nach zwei Tagen Intensivstation musste er wieder geöffnet werden, da sich die ganze Soße im Bauchraum sammelte. Ich bekam einen Vak-Schwamm für ca. 2Wochen. Dann wars soweit sauber, um ihn wieder zu verschließen.
Du siehst, ich habe auch so änliche Erfahrungen wie du gemacht.
Mein Colostoma habe ich zwar erst seit einem Jahr, aber mit einer Rückverlegung siehts recht schlecht aus, da sich der Crohn wieder gemeldet hat und wir schon seit einem dreiviertel Jahr versuchen ihn in den Griff zu bekommen.
Mein Arzt sagte mir, dass es erst was wird, wenn sich der Crohn wieder beruhigt hat. Und dann ist es nicht sicher, obs wieder schlimmer wird, denn der Crohn ist "unberechenbar"!:shock:
An deiner Stelle würde ich es mir sehr gut überlegen. Erstens stehen die Chancen 50:50. Das wäre mir persönlich viel zu niedrig.
Zweitens kommst du doch mit deinem Stoma sehr gut zurecht. Und wenn es dir besser geht als zuvor...
Drittens kann ich mir gut vorstellen, daß es wegen des Schmerzmittels schon Probleme geben kann.
Ich würde dir raten, mehrere Spezialisten zu Rate zu ziehen und alles gründlich abzuwägen.
Liebe Grüße
Hoppi
von Sabine049 » 23.02.2007, 14:53
Hallo Elvis,
sei herzlich willkommen ...; zu den Rückverlegungsabsichten kann und werde ich mich nicht äußern, weil du letztendlich selbst die Entscheidung treffen bzw. abwägen mußst. Obgleich, wenn du bislang mit dem Ileostoma gut zurecht kamst, überlegte und wöge ich deinerseits kritisch und ggf. mit Einholung mehrerer Fachmeinungen ab.
Zu Valoron: Ein "Schmerzmittel" nach dem Schema der WHO aus der dritten Verordungsstufe, d.h. ein Mittel = tilidinhaltig, welches dem Btm-gesetz (Betäubungsmittelgesetz) unterliegt, aber bei weitem nebenwirkungsärmer und verträglicher ist als Morphine wie Morphium, Fentanyl etc. (Starkopoioide).
Wage formuliert, dürfte die Einnahme von "Schmerzmedis" = Analgetika kein ablehnender Grund für eine Operation sein. Der Narkosearzt sprich Anästhesist wird die Narkose bemessen an der Medikation individuell einleiten, durchführen und ausleiten, d.h. ein Risiko infolgedessen besteht i.d.R. heutzutage nicht mehr.
Trotz diverser Starkopioide, die mir tagtägl. wg. u.a. einer Schmerzsymptomatik oral bzw. über eine Pumpe appliziert wird (intrathekales Katheter-Pumpen-System), wurde ich vergänglich schon mehrfach operiert und bislang kam es zu keinerlei Komplikationen aufgrund der Medikation.
Nochmals zu Valoron ... vermutlich nimmst du Valoron N = Tilidin + des Antagonisten Naloxan = N ? Denn explizit Tilidin inform von Valoron ohne dem Gegenspieler Naloxan führt auf Dauer sowohl zu einer körperlichen als auch einer psychischen Abhängigkeit. Hingegen unterdrückt der Gegenspieler das Naloxan weitestgehend das Suchtpotential quasi die psychotrope Abhängigkeit? In Kombination beider Wirkstoffe unterliegt Valoron N nicht dem Betäubungsmittelgesetz und kann auf einem normalen Rezept verordnet werden.
Des weiteren nähmst du allein Tilidin sprich Valoron ohne N ein, ist die Wirkung im Gegensatz zu den klassischen Opioiden weder sedierend noch motilitätslähmend = verdauungsbeeinträchtigend usw. inform von einer massiven Verstopfung sondern gegenteilig aufputschend, euphorisierend und verdauungsanregend ...! Der Knackpunkt könnte - falls du wirklich das Valoron ohne N nimmst - sein, dass du nach der Rückverlegung unter u.a. zu kontinuierlichen durchfallartigen Stuhlgängen neigtest, vielleicht schrecken die Chirurgen deshalb vor einer Rückverlegung des Stomas zurück ... alles rein spekulativ ... vielleicht magst du dich zu deiner Schmerzmedikation ein bisschen konkreter äußern!?
Ich melde mich später noch einmal, bis dahin
liebe Grüße Sabine
von Sabine049 » 23.02.2007, 17:29
Der Wirkstoff Tilidin - Handelsname u.a. Valoron - unterdrückt die darmlähmende Wirkung, weil es erst in der Leber verstoffwechselt wird im Gegensatz zu den klassischen Opioiden, die leider generell zu einer massiven Obstipation = Verstopfung bzw. Darmatonie führen.
Schmerztherapeutisch wird gelegentlich bei Pat. mit massiver Verdauungsproblematik im Sinne einer hochgradigen opioidverursachten Verstopfung Tilidin angewandt, um die lähmende Wirkung meinetwegen von Morphinen auf die glatte Darmmuskulatur weitestgehend aufzuheben.
@Meli bei den heutigen Narkoseverfahren können die erforderlichen Narkotikadosen i.A. Opioide exakt individuell auf den Pat. abgestimmt werden, so dass es zu derartigen unliebsamen Zwischenfällen, wie du beschrieben hast, sehr selten kommt.
Ich spreche nach wie vor auf verhältnismässig schwache Analgetika = Schmerzmedis wie Ibuprofen beispielsweise bei Kopfschmerzen sehr gut an. Intra- und postop. gab´s bisher keinerlei Probleme. Selbst beim Hackerlsdoc schlugen die Lidocainspritzen etc. prompt an.
Liebe Grüße Sabine
von Lupus » 23.02.2007, 18:34
Hallo Elvis, auch von mir zuerstmal herzlich Willkommen im Forum. Eine 50/50 Change wäre mir persöhnlich auch zu wenig. Du must ja auch die Zeit einrechnen, die du im Krankenhaus liegst, die Erholungsphase usw. Das Ganze musst du dann deiner jetztigen Situation gegenüberstellen. Eine Entscheidung kannst nur du selber treffen.
Gruss Lupus
von Webkänguru » 23.02.2007, 20:44
Hallo Elvis,
es wurden zwar schon einige Antworten gegeben, aber ich frage nochmal nach, ich denke dann können wir dir vielleicht noch konkretere Antworten geben:
Was für ein Stoma hast du? Ein Colostoma (= vom Dickdarm) oder ein Ileostoma (= vom Dünndarm)? Wo war der Durchbruch, im Dünn- oder im Dickdarm? Wieviel Darm musste entfernt werden? Welche Probleme macht dir die Verengung?
Fragen über Fragen ...
Viele Grüße,
euer Webkänguru
von Sabine049 » 24.02.2007, 11:00
im Profil hat Elvis ein Ileo. angegeben!? |
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